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So holen Sie das meiste Elterngeld für sich raus.

Das sollten Sie wissen (Quelle: www.finanztip.de)

 

 

 

  • Mütter und Väter haben Anrecht auf Elterngeld, wenn Sie Ihr Kind in ihrem eigenen Haushalt selbst betreuen – auch wenn das Kind nicht ihr leibliches ist.
  • Hartz-IV- oder Sozialhilfeempfänger bekommen kein Elterngeld. Diejenigen, die Arbeitslosengeld I bekommen, Studenten, Auszubildende und Hausfrauen- oder -männer erhalten den Mindestsatz des Elterngelds.
  • Das Elterngeld – mindestens 300 und maximal 1.800 Euro – ersetzt zwischen 65 und 67 Prozent des Nettoeinkommens der Eltern, das diese vor der Geburt Ihres Kindes verdient haben.
  • Elterngeld erhalten Sie zwölf Monate lang. Müttern werden zwei Monate Mutterschaftsgeld abgezogen. Wenn Väter sich zwei sogenannte Vätermonate nehmen, wird das Elterngeld entsprechend länger gezahlt.
  • Abhängig Beschäftigte ermitteln die Höhe ihres Anspruchs auf Basis ihres Einkommens in den zwölf Monaten vor der Geburt des Kindes, Selbstständige auf Basis des Einkommens im Jahr vor der Geburt.
  • Das Elterngeld ist selbst steuerfrei, wird aber für die Berechnung des individuellen Steuersatzes herangezogen: Es unterliegt dem sogenannten Progressionsvorbehalt.

Wer gerade ein Kind bekommen hat, für den wird es sehr schwer, rasch wieder in den beruflichen Alltag zurückzukehren. Denn es ist fast unmöglich, für Kinder unter einem Jahr einen Betreuungsplatz zu bekommen. Deshalb gibt es das Elterngeld. Damit soll der Verdienstausfall ausgeglichen werden, den Mütter oder Väter erleiden, die nicht arbeiten können, weil sie sich um ihr Kind kümmern müssen.

 

WER BEKOMMT ELTERNGELD?

Mütter und Väter haben gleichermaßen Anrecht auf Elterngeld, wenn sie ihr Kind nach der Geburt selber betreuen und mit ihm in einem Haushalt in Deutschland leben. Auch Ehe- oder Lebenspartner, die mit dem Kind in einem Haushalt leben, können Elterngeld beantragen - selbst wenn es nicht ihr leibliches Kind ist, um das sie sich kümmern. Die rechtlichen Grundlagen finden Sie in Abschnitt 1 des Gesetzes zum Elterngeld und zur Elternzeit.

 

KEIN ELTERNGELD FÜR HARTZ-IV-EMPFÄNGER UND SPITZENVERDIENER 

Das Elterngeld ist eine Lohnersatzleistung. Es soll also der Lohn ersetzt werden, der durch die Kinderbetreuung nicht verdient werden kann. Dementsprechend erhalten Hartz IV- oder Sozialhilfeempfänger kein Elterngeld, wenn sie vor der Geburt kein Einkommen hatten.

Anders sieht es bei denjenigen aus, die Arbeitslosengeld bekommen. Hier wird zusätzlich zum Arbeitslosengeld der Sockelbetrag von 300 Euro gezahlt, wenn der Empfänger grundsätzlich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht. Auch Studenten, Auszubildende sowie Hausfrauen und Hausmänner erhalten Elterngeld. Wenn Ihnen das widersprüchlich vorkommt, dann haben Sie damit recht! Dass auch Hausfrauen und Hausmänner den Sockelbetrag erhalten, ist eine politische Entscheidung. Der Gesetzgeber will damit den daheim bleibenden Elternteil unterstützen.

Spitzenverdiener, also die Eltern, die gemeinsam mehr als 500.000 Euro im Jahr verdienen, erhalten kein Elterngeld. Das gilt aber nur für Einkünfte aus Erwerbsarbeit. Geld, das mit Aktien oder Mietwohnungen verdient wird, spielt bei der Berechnung des Elterngelds keine Rolle.

 

AUSLÄNDISCHE ELTERN

Nicht nur Deutsche, sondern auch Ausländer haben Anrecht auf Elterngeld, wenn sie in Deutschland wohnen und berechtigt sind, hier zu arbeiten. Das gilt für alle, die aus EU-Ländern oder der Schweiz stammen. Andere Ausländer bekommen dann Elterngeld, wenn sie einen Aufenthaltstitel haben, mit dem sie dauerhaft in Deutschland arbeiten dürfen. Wer also nur ein Studentenvisum, eine befristete Arbeitserlaubnis hat oder Asyl genießt, bekommt kein Elterngeld.

 

SO HOCH IST DAS ELTERNGELD

Das Elterngeld beträgt zwischen 67 und 65 Prozent dessen, was der Elternteil vor der Geburt netto verdient hat. Dabei gibt es Unter- und Obergrenzen zwischen mindestens 300 und höchstens 1.800 Euro pro Monat.
Wer vor der Geburt nicht berufstätig war und keine staatliche Unterstützung bekommen hat, bekommt den Mindestsatz von 300 Euro, den sogenannten Sockelbetrag.

 

WIE WIRD DAS ELTERNGELD BERECHNET?

Für die Berechnung des Verdienstes werden vom durchschnittlichen Bruttoeinkommen der letzten zwölf Monate vor der Geburt Pauschalen für Steuern und Sozialabgaben abgezogen. Als Werbungskosten wird der Arbeitnehmerpauschbetrag von 1.000 Euro angesetzt. Was übrig bleibt, ist das Nettoeinkommen, das als Berechnungsgrundlage für das Elterngeld dient.

Als Einkommen gilt dabei nur der in Deutschland versteuerte Arbeitsverdienst und regelmäßig gezahlte Provisionen. Einmalzahlungen wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld werden nicht berücksichtigt, ebenso wenig Lohnersatzleistungen wie Streikgeld, Krankengeld oder Arbeitslosengeld. Auch Kapitalerträge oder Mieteinnahmen bleiben außen vor.

 

BEISPIELRECHNUNG

Bei einem Verdienst von 1.000 Euro, beträgt das Elterngeld 67 Prozent. Haben Vater oder Mutter vor der Geburt des Kindes 980 Euro netto verdient, werden 68 Prozent ersetzt. Bei einem Nettoverdienst von 340 Euro liegt das Elterngeld bei 100 Prozent, das heißt, der Staat zahlt in diesen Fällen das frühere Nettoeinkommen als Elterngeld an die Eltern.

 

SONDERFALL SELBSTSTÄNDIGE 

Bei Selbstständigen wird nicht wie bei Angestellten das Einkommen der letzten zwölf Monate vor der Geburt als Berechnungsgrundlage genommen, sondern das Jahreseinkommen aus dem Jahr vor der Geburt. In den letzten Monaten vor der Schwangerschaft noch mal besonders viel zu arbeiten, lohnt sich also nur dann, wenn das Kind Anfang des Jahres geboren wird.

 

ABSTUFUNGEN UND BEMESSUNGSGRENZE 

Wer weniger als 1.200 Euro pro Monat verdient, bekommt 67 Prozent des Nettolohns ausgezahlt. Wer mehr verdient, erhält stufenweise prozentual weniger, mindestens aber 65 Prozent.

Ab einem Einkommen von 2.770 Euro ist die Bemessungsgrenze erreicht. Dann erhält der Elternteil den Höchstsatz von 1.800 Euro - das entspricht 65 Prozent. Alles, was darüber hinaus verdient wurde, bleibt unberücksichtigt.

Für diejenigen mit einem besonders niedrigen Verdienst von unter 1.000 Euro erhöht sich das Elterngeld. Für je 20 Euro, die das Einkommen unter 1.000 Euro liegt, steigt das Elterngeld um einen Prozentpunkt an.

 

GESCHWISTERBONUS

Wer bereits Kinder hat, konnte meistens vor der Geburt des jüngsten Kindes weniger arbeiten. Deshalb gibt es einen Geschwisterbonus, wenn neben dem neuen Kind mindestens ein Geschwisterkind unter drei Jahren oder zwei Geschwisterkinder unter sechs Jahren vorhanden sind. Dieser Bonus beträgt zehn Prozent des Elterngelds, mindestens aber 75 Euro.

Bei der Einkommensermittlung werden Monate, in denen für ein älteres Kind Elterngeld bezogen und deshalb nicht oder weniger verdient worden ist, nicht mitgezählt. Bekommen Sie also innerhalb eines Jahres ein zweites Kind, wird zur Berechnung des Elterngelds für das Jüngste das Einkommen zugrunde gelegt, das Sie vor der Geburt des ersten Kinds verdient haben. Dazu kommen dann noch mal zehn Prozent oder wenigstens 75 Euro als Bonus.

 

ELTERN VON ZWILLINGEN

oder Drillingen erhalten pro Kind monatlich pauschal 300 Euro zusätzliches Elterngeld.

 

SO OPTIMIEREN SIE IHR ELTERNGELD

Je höher Ihr Nettogehalt vor der Geburt Ihres Kindes ist, desto höher ist Ihr Anspruch auf Elterngeld. Mit ein paar Tricks lässt sich dieses Einkommen vergrößern. Sie zahlen dann zwar mehr Steuern, das höhere Elterngeld gleicht das aber mehr als aus. Außerdem kann man sich einen guten Teil über den Lohnsteuerjahresausgleich zurückholen.

 

STEUERKLASSE WECHSELN

Erwarten Sie ein Kind, sollte der Elternteil, der das Kind nach der Geburt überwiegend betreut, so früh wie möglich die Steuerklasse III wählen. Dadurch erhöht sich das Nettoeinkommen. Bei der Berechnung des Elterngelds wird die Steuerklasse zugrunde gelegt, die am längsten vor dem Bezug von Elterngeld genutzt wurde. Sie müssen also mindestens sieben Monate vor der Geburt des Kindes wechseln, um sich diesen Vorteil zu sichern. Eine Änderung der Steuerklasse ist problemlos auch mitten im Jahr möglich. Wenden Sie sich dazu einfach an Ihr zuständiges Finanzamt.

 

SELBSTSTÄNDIGE

Selbstständige habe noch eine weitere Möglichkeit, um ihr Nettoeinkommen vor der Geburt zu steigern. Als Einkommen gilt hier der Gewinn, also das, was nach Abzug der Ausgaben vom Umsatz übrig bleibt. Wer weniger Ausgaben geltend macht, erzielt automatisch ein höheres Einkommen und erhält damit mehr Elterngeld.

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